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Landesrecht

Dichtheitsprüfung in Brandenburg: Rechtslage und Fristen

Ob in Brandenburg eine Dichtheitsprüfung der privaten Abwasserleitung verlangt wird, ergibt sich aus dem Rahmen des Wasserhaushaltsgesetzes, aus dem Landesrecht und aus der Entwässerungssatzung Ihrer Stadt, Gemeinde oder Ihres Wasser- und Abwasserverbands.

Eine Unterscheidung entscheidet dabei über den Umfang: ob das Grundstück im Trenn- oder im Mischsystem entwässert. Diese Seite ordnet die Rechtsebenen, erklärt diesen Unterschied und benennt die Stellen, an denen wir eine Angabe nicht ohne Fundstelle machen.

Vier Ebenen entscheiden — nur eine davon ist für alle Länder gleich

Ob und wann die Abwasserleitung eines Grundstücks geprüft werden soll, ergibt sich nicht aus einer einzigen Vorschrift. Die Ebenen bauen aufeinander auf, und die unterste ist die, die im Alltag zählt.

Vier Ebenen entscheiden — nur eine davon ist für alle Länder gleich
EbeneWas dort geregelt wirdWo Sie es nachlesen
BundDer Rahmen: Abwasseranlagen sind nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu errichten und zu betreiben, dazu gehört die Selbstüberwachung.Wasserhaushaltsgesetz, §§ 60 und 61
Land BrandenburgOb und wie das Land die Prüfung privater Abwasserleitungen ausgestaltet hat, ist hier ohne Fundstelle nicht wiedergegeben; die Bezeichnung der einschlägigen Verordnung steht als offener Punkt.Rechtsportal und Verordnungsblatt des Landes
Stadt oder GemeindeDer Anwendungsfall: ob geprüft wird, in welchem Umfang, bis wann und wem das Ergebnis vorzulegen ist.Entwässerungssatzung Ihrer Kommune
Anlass (quer zu allen drei Ebenen)Auslöser unabhängig von einer allgemeinen Frist: neu verlegte oder geänderte Leitungen, Lage in einem Wasserschutzgebiet, gewerbliches Abwasser, behördliche Aufforderung.Baugenehmigung, Schutzgebietsverordnung, Schreiben der Behörde

Die Tabelle beschreibt den Aufbau, nicht Ihren Einzelfall. Welche Zeile für Ihr Grundstück greift, sagt Ihnen die Stelle, die die Entwässerungssatzung anwendet.

Quelle: Wasserhaushaltsgesetz (WHG), §§ 60 und 61 · Stand September 2026

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Was auf Landesebene geregelt ist

Zwischen dem Bundesrahmen und der kommunalen Satzung steht die landesrechtliche Ebene. Für Brandenburg geben wir sie hier nicht wieder, solange die einschlägige Vorschrift nicht mit Bezeichnung, Paragraf und Fassungsdatum belegt ist.

In Brandenburg wird die Entwässerung je nach Ort von einem Wasser- und Abwasserverband betrieben. Dann gilt deren Satzung, und die Auskunft kommt von dort. Auf der Abwassergebührenrechnung steht, wer zuständig ist.

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Trennsystem oder Mischsystem — und was das für den Umfang bedeutet

Im Mischsystem laufen Schmutzwasser und Regenwasser in einer gemeinsamen Leitung zum öffentlichen Kanal. Im Trennsystem gibt es zwei Leitungen: eine für das Schmutzwasser, eine für das Niederschlagswasser, das auf dem Grundstück versickert oder in ein Gewässer abgeleitet wird.

Für eine Prüfung heißt das: Im Trennsystem gibt es zwei Leitungsnetze auf dem Grundstück, und es ist keine Selbstverständlichkeit, dass beide gemeint sind. Ein Angebot, das nur von „der Leitung“ spricht, ist an dieser Stelle unklar — und die Differenz zwischen einem und zwei Netzen ist die größte Einzelposition, die ein Angebot verstecken kann.

Fragen Sie deshalb zwei Dinge: bei der Kommune, welches System für Ihr Grundstück gilt und welche Leitungen ein verlangter Nachweis umfassen soll; beim Betrieb, welche Leitungen sein Angebot einschließt. Beide Antworten gehören schriftlich vor die Beauftragung.

Sechs Fragen, die Ihre Kommune beantworten kann

Zuständig ist die Stelle, die in Brandenburg die Entwässerungssatzung Ihrer Stadt oder Gemeinde anwendet — je nach Ort das Tiefbauamt, die Stadtentwässerung oder ein Abwasserzweckverband. Diese sechs Fragen bringen den Sachstand, den Sie für jede weitere Entscheidung brauchen:

  • Enthält die Entwässerungssatzung eine Regelung zur Prüfung privater Abwasserleitungen — und in welchem Paragrafen steht sie?
  • Gilt für mein Grundstück eine Frist, und woraus ergibt sie sich?
  • Liegt mein Grundstück in einem Wasserschutzgebiet, und ändert das etwas am Umfang der Prüfung?
  • Welche Anforderungen werden an die Person gestellt, die prüft?
  • Wem ist das Prüfprotokoll vorzulegen, in welcher Form und bis wann?
  • Gibt es ein Programm der Stadt, des Kreises oder des Verbands, das Prüfung oder Rückstauschutz fördert?

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Häufige Fragen

Ist die Dichtheitsprüfung in Brandenburg Pflicht?

Ob geprüft werden soll, entscheidet sich in Brandenburg aus Landesrecht und aus der Satzung der Stelle, die die Entwässerung betreibt — je nach Ort ein Wasser- und Abwasserverband. Eine Regel für alle Grundstücke im Land gibt es nicht. Auskunft gibt die Stelle, die auf Ihrer Abwassergebührenrechnung steht.

Wird auch die Regenwasserleitung geprüft?

Ob eine Prüfung nur das Schmutzwassernetz oder auch die Niederschlagswasserleitungen umfasst, gibt die Stelle vor, die den Nachweis verlangt. Im Trennsystem liegen auf dem Grundstück zwei Netze, und der Unterschied im Umfang ist erheblich. Lassen Sie sich schriftlich geben, welche Leitungen gemeint sind.

Woher weiß ich, welches System auf meinem Grundstück liegt?

Welches Entwässerungssystem für ein Grundstück gilt, ist bei der Kommune beziehungsweise beim zuständigen Verband hinterlegt und steht im Entwässerungsplan des Hauses. Auch die Zahl und Lage der Schächte gibt einen Hinweis. Diese Information gehört in die Anfrage, weil sie den Umfang eines Angebots bestimmt.

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